KSV Ispringen und ASV Nendingen liefern sich ein heisses Duell

  • 4. Oktober 2018

Ispringen. Der dritte Kampftag der Deutschen Ringerliga (DRL) hatte es in sich – bis zur letzten Sekunde. Denn im Mannschaftskampf zwischen dem KSV Ispringen und dem ASV Nendingen (13:13) war zu keiner Zeit absehbar, welche der beiden Teams die Matte der Turn- und Festhalle Ispringen als Sieger verlassen würde.
Selbst, als es zur Halbzeit nach fünf von zehn Kämpfen 9:4 für den KSV stand, wusste DRL- und KSV-Boss Werner Koch, was seine Mattencracks noch erwarten sollte: „Es kommen noch drei Kämpfe, in denen unsere Ringer in jeweils höheren Gewichtsklassen antreten müssen. Das wird ganz, ganz eng. Aber mit dem Halbzeitstand bin ich trotzdem zufrieden.“

Und das konnte er, denn Ispringen begann furios. Der erst 19 Jahre junge armenische Neuzugang Arsen Harutyunyan ließ dem mehr als doppelt so alten Ringertrainer Ghenadie Tulbea (39 Jahre) keine Chance. Die nächsten drei Mannschaftspunkte folgten prompt. Der georgische Neuzugang Zviadi Pataridze rang sie dem Nendinger Mykola Kuchmii ab. Doch Pataridze rang weniger, sondern rammte Kuchmii vielmehr von der Matte (130 kg Griechisch-Römisch). Ispringens Roman Amoyan bekam es dann zwar mit dem wesentlich größeren Aleksey Masyk zu tun, welcher zähen Widerstand leistete, der höheren Qualität Amoyans am Ende aber zwei Punkte Tribut zollen musste (72 kg G.-R.). Nachdem im darauffolgenden Kampf zwischen Etienne Wyrich (KSV) und Nicolai Ceban zwei Griffe und damit einhergehend acht Drehungen von Ceban ausreichten, um den Kampf mit 4:0 wegen TÜ (Technischer Überlegenheit) für Nendingen zu entscheiden (97 kg Freistil), beschloss der Ispringer Maxim Sacultan die erste Halbzeit mit einem 1:0-Sieg (67 kg Freistil).

Die entscheidende zweite Halbzeit war im Wesentlichen von drei Dingen geprägt: Zum Ersten von den zum Teil bis zu 10 kg über ihrem Körpergewicht angetretenen Griffkünstlern Bislan Assakalov (87 kg G.-R.), Israil Kasumov (87 kg G.-R.) und Usman Shakhgiriev (77 kg Freistil), die ihre aufgrund der bevorstehenden WM verhinderten Kollegen Minkailov, Zugaj und Belonovski vertreten mussten und dies mit lediglich je zwei Verlustpunkten respektabel taten.

Zum Zweiten von vielen umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters Bali Barutcu und zum Dritten von zwei herausragenden Kämpfen, die das Ispringer Publikum in den Bann zogen. Der atemberaubenden Vorstellung von Maikhas Amoyan, der seinen Gegner Donior Islamov drei Mal auf die Matte knallte und wegen TÜ vier Punkte einfuhr (72 kg G.-R.) stand der letzte Kampf von KSV-Mann Igor Besleaga gegen Daniel Cataraga gegenüber (77 kg G.-R.), den Besleaga zum Entsetzen der Ispringer deutlich mit 0:3 verlor. „Igor hatte Druck und dadurch ein paar Aktionen gemacht, die er sonst nicht macht“, erklärte KSV-Coach Alexander Leipold die hohe Niederlage seines Schützlings, welche Ispringen um den Sieg bringen sollte.

Am Samstag gastiert der KSV Ispringen um 19.30 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle beim VfK Schifferstadt. Beide Teams stehen sich erstmals wieder seit dem DRL-Finale im Februar gegenüber. PZ, Harald Funke