KSV Ispringen schrammt am Sieg vorbei

  • 7. Oktober 2018

In einer Neuauflage des DRL-Final-Duells haben sich der VfK Schifferstadt und der KSV Ispringen 9:9 getrennt. Neun Monate nach dem Titel-Coup der Ispringer am Ende der Premierensaison der Deutschen Ringer Liga schnupperte das Team von Alexander Leipold erneut am Sieg. Doch in beiden Stilarten ging der abschließende Kampf – jeweils in der Kategorie bis 77 Kilogramm – verloren.
Einer 0:1-Wertung des Kampfs zwischen Israel Kasumov gegen Zurabi Erbotsonashvili, der im freien Stil 3:4 geendet hatte, folgte im griechisch-römischen Stil ein 0:1 von Igor Besleaga gegen Dimitri Petaikin. In diesem Duell stand es am Ende 2:2, doch der Sieg ging an Schifferstadt, weil zuletzt der VfK-Ringer gepunktet hatte.

Spannung bis zur letzten Aktion, das war ganz nach dem Geschmack des Ispringer Trainers Leipold, der darauf hinwies, dass alle vier Begegnungen der bisherigen Saison bis zum letzten Kampf offen waren. Im Duell mit seinem früheren Club Schifferstadt seien gar alle zehn Kämpfe über die volle Distanz gegangen. Auch der enge Tabellenstand spricht für große Ausgeglichenheit in der DRL.

Deutlich mehr Konstanz als Schifferstadt zeigte bei der Besetzung Ispringen: Neben Kasumov und Besleaga hatten vier weitere der am Samstag eingesetzten KSV-Akteure zu Jahresbeginn beide Finalkämpfe bestritten: Roman Amoyan holte dieses Mal die meisten Punkte für Ispringen. Er gewann gegen Ruslan Bichurin mit 3:0 (Greco bis 63 kg). Außerdem entschied Yury Belonovski die einzige Neuauflage eines Finalkampfs für sich. Er besiegte Mamuka Kordzaia mit 2:0 (Freistil bis 97 kg). Ebenfalls schon zum Meister-Team gehörten zwei Männer, die dieses Mal verloren: Ispringens Maxim Sacultan unterlag Murshid Mutalimov mit 0:2 (Freistil bis 67 kg), der Kroate Neven Zugaj dem herausragenden Alan Ostaev mit 0:3 (Greco bis 87 kg).

Außer Kordzaia war bei Schifferstadt nur ein Mann aus dem Vizemeister-Team im Einsatz: Patryk Dublinovski, laut Leipold der einzige von 20 Ringern mit deutschem Pass, unterlag Zalimkhan Minkailov (Freistil bis 87 kg).

Angetan hatte es Leipold jedoch vor allem der Schwergewichtskampf, das erste Duell zweier Georgier: Der junge Ispringer Zviadi Pataridze brachte mit 123,1 Kilo 13 Pfund weniger als der erfahrene und in der DRL erfolgsverwöhnte Iakobi Kajaia auf die Waage – und gewann den Griechisch-Römisch-Kampf dennoch. Das Duell wäre einem WM-Finale würdig gewesen, versicherte Leipold. Doch wer vor dem nächsten KSV-Kampf Anfang November zur WM darf, weiß nicht einmal er. PZ, Ralf Kohler, Ispringen/Schifferstadt