Kampf des KSV Ispringen um Einzug ins Ringerfinale

  • 3. Januar 2019

Ispringen. Jetzt geht‘s um die Wurst: Am Samstag stehen sich der KSV Ispringen und Germania Weingarten im Halbfinale der Deutschen Ringerliga (DRL) gegenüber, eine Woche später steigt in Weingarten der Rückkampf. Um den zweiten Platz im Finale kämpfen zeitgleich der VfK Schifferstadt und der ASV Nendingen.
Als Tabellenvierter mit nur 6:10 Punkten auf dem Konto hat der Titelverteidiger aus Ispringen in der Saison bislang nicht auf ganzer Linie überzeugt, im Gegensatz zu den Griffkünstlern aus Weingarten, die mit 12:4 Punkten nach acht Kampftagen die Tabellen anführen. Doch Alexander Leipold ficht das nicht an. „Beide Halbfinals werden spannend. Als Tabellenerster ist Weingarten natürlich Favorit. Aber gegen den Favoriten macht es umso mehr Spaß, zu gewinnen. Wir wollen ins Finale“, sagt Ispringens Trainer.

Über die Besetzung der Ispringer Truppe hüllt sich der KSV-Coach vor dem Hinkampf (Samstag, 19.30 Uhr, Festsporthalle Ispringen) traditionell in Schweigen. Zugleich rätselt er über die Weingartner Aufstellung: „Die haben viele Klassen doppelt belegt, sind deshalb schwer einzuschätzen.“ Leipold muss seine Ringer im Vorfeld also in vielen Klassen auf zwei mögliche Gegner vorbereiten.

Sicher ist Ispringens Trainer aber, dass die Germanen den Kubaner Alejandro Valdes aufbieten. Der amtierende Weltmeister in der 65-kg-Klasse hat in der abgelaufenen Saison der DRL nur einen Kampf verloren – das war aber der Georgier Vladimir Khinchegashvili vom KSV Ispringen, der den kubanischen Wirbelwind im Hinkampf in der Klasse bis 67 kg mit 1:0 in Schach hielt.

Weingarten zweimal obenauf

Dass die Weingartner aber selbst eine solche Niederlage wegstecken können, zeigte ihr 10:9-Erfolg an diesem Kampfabend in Ispringen. Den Rückkampf in Weingarten entschieden die Germanen dann mit 13:8 für sich, Valdes rang dabei den Russen Usman Shakhgiriev mit 3:0 nieder – dieses Mal wurde in der 72-kg-Klasse gerungen.

Alexander Leipold ist überzeugt, dass er gegen Valdes einen starken Kontrahenten aufbieten kann: „Da sehen wir einen Kampf auf dem Niveau eine WM-Finales“, ist der Ispringer Trainer überzeugt. Gut möglich, dass seine Mannen es mit mehreren Kubanern zu tun bekommen. Leipold hat gehört, dass Valdes „einige Freunde“ mitgebracht hat.

Aber auch der KSV wird eine „schlagkräftige“ Mannschaft stellen. Zwar sorgen die georgischen Meisterschaften womöglich dafür, dass die Ispringer nicht ihre Wunschbesetzung aufbieten können, „aber wir werden eine gute und starke Aufstellung haben“, verspricht Alexander Leipold. PZ, Udo Koller